Dienstag, 18. Juni 2019   Zubehör    

Trinkflasche und Multitool

Ich habe gefühlt sämtliche Alu-/Edelstahl-Trinkflaschen ausprobiert, die es gibt. Angefangen mit denen aus der Schweiz, die – wie ich feststellte – mit einer Schicht (vom Hersteller euphemistisch „EcoCare“ genannt) ausgekleidet sind, die zumindest bei meinen Flaschen regelmäßig abblätterte. Außerdem ist der Hals so eng, dass sie nur schlecht zu reinigen sind. Von verschiedenen anderen Anbietern gibt es Edelstahlflaschen mit einem sehr weiten Hals – die sind gut zu reinigen, aber eher unpraktisch, wenn man daraus trinken will. Ganz abgesehen davon, dass der Verschluss bei meinen Exemplaren nicht immer 100% dicht ist. Zwischendurch hatte ich mal eine Edelstahlflasche mit Kunststoff-Trinkverschluss, die war auch nicht ganz dicht, und dazu schmeckte alles ein wenig nach Kunststoff.

TrinkflascheLetzte Woche habe ich zufällig die perfekte Flasche für mich gefunden: die Lurch Thermosflasche, die gar nicht wie eine Thermosflasche aussieht. Sie ist aus doppelwandigem Edelstahl, hat einen Hals, der gerade weit genug ist, dass man bequem daraus trinken, sie aber auch gut reinigen kann. Der Verschluss hält selbst bei kohlensäurehaltigen Getränken dicht. Und was kalt ist, bleibt dank der Doppelwand tatsächlich einige Stunden (laut Hersteller bis zu 12) kalt – warme Getränke habe ich bei diesen sommerlichen Temperaturen noch nicht ausprobiert ;-)

Es gibt sie in verschiedenen Farben mit 0,5l und 0,75l Inhaltsvolumen. Die kleinere ist so handlich, das ich sie praktisch immer dabei habe – eine absolute Empfehlung!

Perfekt designt  

Multitool

Ist man mit einem Camper unterwegs, kennt man das: Am Tisch hat sich eine Schraube gelöst, die Heckleuchte ist ausgefallen, der kleine Ast muss abgesägt, der Draht durchgeknipst werden usw. usf. Für all das braucht man Werkzeug, am besten ein Multitool.

SwissToolMeer oder Berge, Kaffee oder Tee, Victorinox oder Leatherman – es gibt viele dieser Glaubensfragen, bei denen es letztendlich nur um persönliche Vorlieben geht. Ich habe mich für das SwissTool X Plus Ratchet von Victorinox entschieden, weil damit sämtliche Werkzeuge (außer der Zange) bei geschlossenem Tool verwendet werden können. Die Tools von Leatherman, die ich mir angeschaut habe, sind wahrscheinlich nicht schlechter, aber man musste sie alle erst auseinanderklappen, um an die Werkzeuge zu kommen. Bei diesem SwissTool ist außerdem eine Ratsche und ein Bithalter mit je zwei Inbus-, Philips- und Torx-Bits dabei, die mit in die Ledertasche passen. Wenn man die Bits noch um vier eigene ergänzt, ist man unterwegs für die meisten Aufgaben gerüstet.

Victorinox gibt übrigens eine zeitlich unbeschränkte Garantie auf jeden Material- und Fabrikationsfehler. Von uns gibt es (nicht nur dafür) eine bedingungslose Empfehlung.

Unterwegs unverzichtbar  

Transparenzerklärung: Alle Produkte sind von uns selbst bezahlt worden, die Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Bilder: Amazon.

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Samstag, 22. Juli 2017   Zubehör    

Wie man sich bettet …

Ist der Ausbau fertig, könnte man sich natürlich eine Matratze nach Maß für den Campervan anfertigen lassen. Die Preise starten bei ca. 370 Euro. Aber es geht auch sehr viel günstiger, ohne dass man auf Liegekomfort verzichten muss: Für 73,99 € bekommt man eine dreiteilige Klappmatratze aus Schaumstoff RG25/40, die ausgeklappt 120×200 cm groß und 10 cm dick ist. Der abnehmbare Bezug ist in diversen Farben erhältlich.

Nachdem wir jetzt ein paar Nächte darauf geschlafen haben, freuen wir uns umso mehr über die gesparten 300 Euro. Die Matratze ist hart, aber für uns genau richtig. Nachteile gegenüber einer maßgefertigten können wir nicht erkennen, sieht man mal davon ab, dass sie im Bereich der Heckklappe ein wenig in der Breite zusammengedrückt wird – was uns nicht stört.

Update: Mittlerweile haben wir die Matratze angepasst: Bezug an der entsprechenden Stelle abstreifen, auf dem Schaumstoff grob die Rundung anzeichnen und mit einem Cutter oder scharfen Messer wegschneiden.

Klare Kaufempfehlung  

Bild: Amazon 

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Donnerstag, 13. Juli 2017   Zubehör    

Radio einbauen

Das in unserem T5 eingebaute Radio RCD 200 ist, sagen wir’s mal vorsichtig, nicht mehr ganz zeitgemäß. Keine Bluetooth-Verbindung, kein USB-Anschluss, dafür ein CD-Player, den wir nicht brauchen. Es musste was Neues her, am besten auch gleich mit CarPlay. Wichtig war mir vor allem auch ein echter Lautstärkeknopf, die Lautstärke während der Fahrt per Touchscreen zu regeln, ist unpraktisch. Also haben wir das Sony XAV-AX100 bestellt.

Um ein nicht-VW-Radio einzubauen, braucht man diverse Adapter, darunter auch einen für den Can-Bus, damit Fahrzeugsignale wie z.B. Geschwindigkeit, Beleuchtung, eingelegter Rückwärtsgang etc. auch vom Fremd-Radio verstanden werden.

Außerdem ist es sinnvoll, das Radio so anzuschließen, dass es bei eingeschalteter Zündung startet und die Stromzufuhr unterbrochen wird, wenn der Zündschlüssel wieder abgezogen wird.

Für all das gibt es Komplett-Sets von verschiedenen Herstellern (wir haben dieses genommen), die man nur noch mit neuem Radio und vorhandenen Steckern verbinden muss (auf Neudeutsch auch Plug and Play genannt), damit das Radio läuft.

Beim Sony-Radio braucht man weder einen zusätzlichen Einbauschacht noch eine Blende, beides wird mitgeliefert – und passt auch, wie man sieht:

Das Sony XAV-AX100 unterstützt nicht nur Apple CarPlay, sondern auch Android Auto, und natürlich kann man Mobiltelefone auch über Bluetooth verbinden – Musik hören und freisprechen (Telefonbücher werden übernommen) funktioniert auch darüber. Das mitgelieferte Mikrofon ist bei uns am Rückspiegel angeklemmt, nicht nur Siri versteht uns klar und deutlich, auch Freisprech-Telefonate klappen damit einwandfrei. Die Telefon-Tonqualität über CarPlay ist 1a, überhaupt nicht zu vergleichen mit der originalen VW-Bluetooth-Freisprechanlage.

Leider unterstützt CarPlay keine fremden Navigationsprogramme. Aber die Navigation mit Apples Karten-App funktioniert problemlos, und wider Erwarten ist der mobile Datenverbrauch gar nicht so groß – für 2 mal 4 Stunden Fahrt ca. 150 MB.

Dass man allerdings jedes Mal nach dem Starten der Zündung die Achtung!-Meldung, dass man während der Fahrt nicht am Radio rumspielen soll etc. (oder so ähnlich, genau hab ich’s noch nie durchgelesen) wegklicken muss, ist saublöd und eher kontraproduktiv. Bis das Radio gestartet ist und diese Meldung erscheint, ist man nämlich längst unterwegs – und muss die Augen von der Straße nehmen, um den Okay-Button zu treffen.

Fazit: Ein sehr gut bedienbares Radio mit vielen Verbindungs- und Einstellmöglichkeiten. Bleibt zu hoffen, dass CarPlay demnächst auch für Fremd-Navis geöffnet wird, und vor allem, dass Sony mit dem nächsten Firmwareupdate die nervige Warnmeldung abschaltet.

Update 10.4.2018:

Es gibt nun tatsächlich ein Firmware-Update, das sich um den Warnbildschirm kümmert: Neue Firmware für Sony XAV-AX100 beseitigt nervigen Warnbildschirm

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Samstag, 24. Juni 2017   Zubehör    

Kühl bleiben

Es gibt drei Arten von aktiven Kühlboxen: Thermoelektrische (mit Peltier-Element), Absorber- und Kompressor-Kühlboxen. Unsere alte Kühlbox ist eine thermoeletrische, bei der der Lüfter ständig läuft (nervig!) und bei der die Kühlleistung direkt von der Außentemperatur abhängt – der Inhalt kann nur auf höchstens 15 Grad darunter abgekühlt werden. Da diese Box nicht in die dafür vorgesehene Schublade des Küchenblocks passte, brauchten wir notgedrungen eine neue.

Absorber-Kühlboxen haben den Vorteil, völlig geräuschlos zu sein, verbrauchen aber sehr viel Strom – unpraktisch.

Wir haben uns für die Kompressor-Kühlbox Coolfreeze CDF-26 von Waeco entschieden. Sie kühlt die 21 Liter Nutzinhalt unabhängig von der Außentemperatur auf bis zu -18 °C , hat ein gut ablesbares Display für die Temperaturvorwahl und ist innen beleuchtet. Wenn sie läuft, ist sie fast nicht zu hören. Unschlagbar ist der Stromverbrauch: Bei einer Leistungsaufnahme von 35 Watt verbraucht sie im Durchschnitt gerade mal 0,56 Ah.

Wir könnten die (an die Zweitbatterie angeschlossene) Box also auch ohne Landstrom bis zu 6 Tage laufen lassen.

Mittlerweile sind wir ganz froh darüber, dass die alte Box nicht passte … ;-)

Bestwertung 

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